Edelweißpiratenfestival 2019

Addis Abeba Video Part 2

Addis Abeba – The Streets Part 1

Spiritualität

Spiritualität bedeutet für mich an Wissen zu gelangen ohne dieses Wissen gelernt zu haben. An Wissen das z.B unsere Vorfahren hatten, aber auch an aktuelles Wissen zu gelangen das durch Energie ausgetauscht wird. Es bedeutet für mich das Verständnis von kosmischer Energie und Kraft durch kosmische Energie schöpfen zu können. Die Verbundenheit mit Menschen die ein gleiches Energie Level besitzen. Traumas zu überwinden durch Energie Austausch (z.B sexuelle Energie). Es bedeutet auch Kraft aus der Natur schöpfen zu können, den Respekt und die Verbundenheit zur Natur.

Durch Spiritualität füllt sich die Leere in einem mit Licht. Macht über andere Menschen zu haben spielt dann keine Rolle mehr. Es zählt das kollektive Bewusstsein, das Individuum ist nicht mehr wichtig, wichtig ist die Gemeinschaft und das Gemeinwohl. Menschen die abgekoppelt von ihrer Spiritualität sind werden sich nie vollkommenen fühlen, es wird immer etwas fehlen, sie können niemals wahres Glück erfahren. Durch bewusste Ernährung, Fasten, Meditation und Heilung kann die Spiritualität wieder erreicht werden. Wir kommen als spirituelle Wesen auf diese Welt, manche verlieren ihre Spiritualität im Laufe ihres Lebens, deshalb gibt es auch so viel Leid, Gewalt, Unruhe, etc auf dieser Welt. Aber wir verlassen diese Welt wieder als spirituelle Wesen.

Die Räuberbande

Es ist Freitag früh, 9Uhr. Von dem Hotel Taitu in dem ich eingecheckt habe, welches sehr bekannt ist in Addis Abeba (hat eine über 100 jährige Geschichte) laufe ich Richtung Piazza um mit einem Minibus zum “Stadion” zu fahren. Auf dem Weg kaufe ich mir 2 Samosa, das sind frittierte Teigtaschen mit einer Linsenfüllung. Da ich keinen großen Hunger habe, packe ich die Samosas in meinen Rucksack. Am Piazza angekommen gehe ich zur Haltestelle des Minibus welcher nach Bole fährt. Nach 3 Minuten kam ein Bus und war auch direkt mit ca. 18Personen gefüllt. Man stelle sich vor der Minibus ist kleiner als ein VW T3 Bus. Das soviele Personen in so einem kleinen Bus fahren ist für äthiopische Verhältnisse ganz normal. Auf der Fahrt sage ich irgendwann als ich aussteigen möchte „Wiradj Alo“ – „es gibt einen Aussteiger“ dann hält der Fahrer an der nächsten Möglichkeit an und die Personen die aussteigen möchten können raus. Ich stieg aus. Während ich die Straße entlang lief habe ich die Tüte mit den Samosa ausgepackt und habe angefangen eine zu essen. Plötzlich war ich umringt von 5-6 Straßenkinder. Einer von Ihnen hat sich vor mir gestellt und hat während dem gehen angefangen nach Geld zu betteln. Etwas genervt habe ich ihm mit der linken Hand das zweite Samosa, welches ich gehalten hatte gegeben. Dann bedankte er sich mit gesenktem Kopf in dem er meinen rechten Arm packte und heftig schüttele. Mir schien diese Gestik merkwürdig vor. Ich riss mich los und lief weiter und beobachtete auch das sich die Gruppe der Straßenkinder schnell auflöste. Instinktiv griff ich in meine linken Hosentasche und bemerkte das ich Opfer einer Räuberbande geworden bin. Mein iPhone war nicht mehr in der Hosentasche. Ich lief schnell zu zwei der Bettlergruppe die schon die Straßenseite gewechselt haben und hielt sie fest und sprach laut mit ihnen wo mein Handy sei, ich schrie sie an, “gibt mein Handy zurück” auf englisch und tigrinya (eritreisch). Plötzlich kamen 3 Polizisten in Zivil und haben die Sache beobachtet bzw. haben sich mit eingemischt. Nach einem Wortwechsel mit Ihnen ist einer der Polizisten los um nach einen der Diebe zu schauen. Die anderen 2 Polizisten hielten die 2 Banditen mit Handschellen fest. Mir kamen schon üble Gedanken in den Kopf den meine komplette Reise habe ich über das iPhone abgewickelt. Meine Bordingcards und andere wichtige Dokumente waren alle im iPhone gespeichert. Was für ein Stress alles jetzt ohne Handy organisieren zu müssen dachte ich mir und habe das Telefon abgeschrieben. Dann, nach ca. 5 Minuten kam einer der 3 Polizisten mit dem Dieb an der linken Hand und meinem Telefon in der anderen Hand in unsere Richtung zurück. Vom weiten hielt er das Telefon in der Hand und zeigte es mir, mit der Gestik ob es meins ist. Ich habe nicht geglaubt das er den Dieb findet und ich mein Telefon zurück bekomme. Bei uns angekommen haben die 3 Straßenkinder angefangen zu heulen, wollten damit Reue zeigen und haben gefleht man möge ihnen doch vergeben, haben angefangen die Schuhe der Polizisten zu küssen. Die Polizisten hatten kein Mitleid mit den Dieben und es ging Richtung Polizei Revier. Ich bat einen der Polizisten der mein Handy hatte es mir zurück zu geben, doch er hielt es fest in seiner Hand und sagte etwas auf amharisch (ethiopisch). Habe nur einzelne Wörter verstanden aber nicht genau was er meinte. Im Polizei Revier angekommen (Lebhar Police Station ) hat eine zweistündige Zeugen Aussage statt gefunden. Ich war sehr genervt da es hieß das sie mein Telefon bis über das Wochenende dort behalten werden. Ich hatte keine Chance den zuständigen Polizisten zu überreden mir doch mein Handy direkt auszuhändigen. Nach einer Weile gab ich auf und habe mich damit abgefunden es zu einem verabredeten Termin am Montag nach dem Wochenende abzuholen. Am Montag um 4Uhr äthiopischer Zeit (10Uhr früh) bin ich zur Polizei Station hin um das Handy abzuholen. Wieder habe ich den Vorfall von Freitag zweimal erzählen müssen. Schließlich wurde mir mein Handy herausgegebenen nachdem ich in einem Protokoll unterschrieben und meinen Fingerabdruck (rechter Zeigefinger) hinterlassen habe, nerv! Da der Fall noch nicht abgeschlossen war bin ich mit einer Polizistin zu einem Fotogeschäft welches um die Ecke der Polizeistation ist hin, um das Telefon als Beweismittel fotografieren zu lassen. Am Mittwoch um 2 Uhr (8.00Uhr früh) bin ich wieder eingeladen im Revier zu erscheinen um dann als Zeuge bei einem Gericht auszusagen. Was für ein Stress – aber ich liebe diese Stadt und das Land trotzdem. Es gibt zwar viele Schurken die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen, aber es gibt mehr Menschen die einem etwas gutes wünschen und anständig sind. Und ich fühle mich auch von Gott beschützt – wie schon Bob Marley sagte „Who God bless, no one curse“ ❤️ Addis Abeba – Ethiopia . 20.Mai.2019

Einfach nur fantastisch – das Minibus System in Addis Abeba

Einfach nur fantastisch – das Minibus System in Addis Abeba

Addis Abeba ist mittlerweile eine Weltmetropole. Die Stadt mit dem Taxi zu erkunden kann ganz schön teuer werden, zumal die Taxipreise ähnlich wie in Deutschland sind und die Stadt sehr weitläufig ist. Eine gute Alternative und sehr günstige Möglichkeit ist die Benutzung des Minibus System. Dieses System ist neben Bus und Bahn auch das Transportmittel der einheimischen Bevölkerung. Eine Strecke von 10km kostet tagsüber umgerechnet ca. 20Cent, die Preise sind unschlagbar. Wo ist der Haken? Einen wirklichen Haken gibt es nicht wenn man sich darauf einlässt. Zum einen sind die Toyota Busse, ähnlich groß wie VW T3 Busse, so ziemlich überfüllt, jede Fläche im Bus wird genutzt, so das ca. 18-20 Personen mitfahren. Zum anderen gibt es keine konkreten Abfahrtszeiten, der Bus fährt los wenn keiner mehr rein passt. Wem diese Enge nicht stört hat schon mal gute Karten das Minibus System gut nutzen zu können. In den ersten Tagen der Nutzung des Systems war es für mich sehr schwierig zu verstehen an welcher Stelle ich einsteige um zum gewünschten Ort zu kommen. Wie Bushaltestellen gibt es für Minibusse bestimmte Stellen von der die Abfahrt stattfindet. Es gibt aber keine Kennzeichnung oder geschweige Abfahrtspläne. Ein Minibus System besteht aus zwei Mitarbeitern, dem Fahrer und einen Assistenten der hinten im Bus mitfährt, kassiert und vor der Fahrt vor dem Bus die Zielrichtung der Fahrt laut bekannt gibt und um Fahrgäste wirbt, man kann sich das so ein bisschen wie auf einem Marktplatz vorstellen. Der Assistent ruft laut die Fahrtrichtung und bittet mögliche Mitfahrer in den Bus einzusteigen. Als Mitfahrer setzt dies ein bestimmtes Wissen voraus. Man muss sich so ein wenig in der Stadt auskennen. Den der Kassierer ruft meistens nur bestimmte Orte aus an denen der Bus vorbeifährt. Der Bus fährt eine festgelegte Strecke ab. Um an einem gewünschten Ziel anzukommen benötigt man daher manchmal mehrere unterschiedliche Minibusse, oder man kombiniert es zusammen mit Taxen. Eingestiegen in einem Minibus muss man wenn man aussteigen möchte dies mit den Worten “Wiradj Alo” – “Es gibt einen Aussteiger”, bekannt geben, und dann hält der Fahrer an der nächsten Möglichkeit an und man steigt aus. Für mich war es faszinierend dieses Minibus System zu verstehen und nutzen zu können. Jeden Tag habe ich mich innerhalb der Stadt sehr viel bewegt und konnte dadurch viel sehen und Erleben. Wem diese Enge im Bus nicht stört empfehle ich bei Besuch der Stadt Addis Abeba dieses System zu nutzen, da es einfach Spaß macht und zu dem sehr günstig ist.

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